Künstler 13

von Bernhard Hanneken

Mit ihren Carolina Chocolate Drops hat sie vier CDs eingespielt und auch einen Grammy gewonnen. Dann kam "Another Day, Another Time", das Konzert (+ CD) zum Coen-Brüder-Film "Inside Llewyn Davis", wo die Banjo-Spielerin und Geigerin (und studierte Opern-Sängerin) überschwänglich gelobt wurde. Und es kam "Lost On The River", T-Bone Burnetts Vertonungen von Texten Bob Dylans aus dessen Basement-Tapes-Phase. Noch mehr Lob. Also ab ins Studio für die erste eigene Platte. Die erschien Ende Februar, heißt "Tomorrow Is My Turn" und ist Rhiannon Giddens' Verbeugung vor den großen Sängerinnen, die sie prägten: Sister Rosetta Sharpe oder Nina Simone, Dolly Parton oder Patsy Cline. Gospel und Rock, weißer Folk und schwarzer Blues – Rhiannon Giddens hat neben der musikalischen Tradition auch immer die Arbeiter und die Zu-Kurz-Gekommenen im Blick. „Amerikas nächste große Frauenstimme“, titelte die NZZ. Sehr gut möglich. Zu erleben am Freitag im Heinepark.

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