Politischer HipHop

von Bernhard Hanneken

Ja, es gibt sie noch, die weiblichen Stimmen im Conscious Rap. Akua Naru gehört dabei in die vorderste Linie. Als Latanya Hinton in New Haven, CT, geboren und mit Kirchenmusik ebenso wie mit HipHop sozialisiert, ging sie später auf Weltreise: nach Südostasien und China, nach Westafrika und – Köln, wo sie seit zehn Jahren wohnt. Afrikanische Rhythmen sowie Einflüsse aus Jazz, Blues und Soul durchziehen die Beats der 38jährigen, die Mos Def ebenso als Einfluss nennt wie Gladys Knight. Die 2016er Tournee steht unter dem Titel "Black Noise" – Reverenz an das gleichnamige Buch der afroamerikanischen Schriftstellerin und Professorin Dr. Tricia Rose, die sich darin mit der Bedeutung von HipHop und dessen kulturellen sowie sozialen Relevanz in der Gesellschaft - sowie der Rolle der Frau innerhalb derselben - auseinandersetzt. In ihren Songs erzählt Akua Naru von Sklaverei und Rassismus mit einer Stimme, die zwischen Wut und sanfter Klugheit pendelt.

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