Tanzschwerpunkt Cumbia

von Bernhard Hanneken

2011 waren Cumbia bei uns der Sommersound des Jahres. In den Amerikas hört man sie seit Jahren vom Gemischtwarenladen in Ushuaia an der Südspitze Argentiniens bis zu den Barrios in Los Angeles - manche nennen sie deswegen das musikalische Rückgrat Lateinamerikas.
 
Entstanden ist sie in Kolumbien wohl im 17. Jahrhundert in einer Region mit einer hohen Population an afrikanischen Sklaven, wo sie sich aus den von den Menschen mitgebrachten Werbetänzen entwickelte. Zum Trommeltanz der Schwarzen gaben die Ureinwohner die Flöte Gaita für die Melodie dazu, die Europäer die Melodie-Variationen sowie die tänzerischen Aspekte (Choreographie und Kostüme). Für die vielen aus diesem Dreieck entstandenen Musiken gilt Cumbia als Oberbegriff.
 
Den großen Popularitätssprung vorwärts machte die Cumbia in den 1950er Jahren. „Inzwischen ist ihr synkopierter Vierviertelrhythmus ein globales Phänomen. Lokale Hip-Hop- und Techno-Produzenten popularisierten Cumbia-Beats in ganz Süd- und Lateinamerika, während eine westliche DJ-Avantgarde auf die hypnotisierende Wirkung der tropischen Importe schwört.“ (Jonathan Fischer, DIE ZEIT, 2011)
 
Das zum populären Viertakter auch gesungen wird, ist ein moderner Trend: In ihren Anfangszeiten war die Cumbia eine reine Instrumentalmusik. Schließlich ist sie ein (Paar-)Tanz – und einer, der, bspw. im Vergleich zu Salsa, als recht einfach gilt. Wie viele lateinamerikanische Tänze hat auch die Cumbia durchaus Ähnlichkeit mit dem Swing und teilt sich mit ihm viele Bewegungen. Auch kann man Cumbia durchaus zu Salsa tanzen. Umgekehrt zu tanzen, also Salsa zu Cumbia, ist hingegen schwierig – die schnellen Beats sind zu schnell und die Pausen zu lang.
 
 
Sommer-Schule Fr 17:00: Coca Candy (Workshop mit Ailton Silva als Tanzmeister)
Sommer-Schule Fr 22:00: Coca Candy
Tanzzelt Sa 14:00: Coca Candy (Workshop mit Ailton Silva als Tanzmeister)
Tanzzelt Sa 20:00: Carmelo Torres y su cumbia sabanera
Tanzzelt Sa 24:00: Coca Candy

 

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