Vom Straßenmusiker zum Pop-Star

von Bernhard Hanneken

Once, einmal, war er Straßenmusiker. In den 1980er Jahren. Dann gründete er eine Band, The Frames. Dann bekam er eine Rolle im Film „The Commitments“. Dann wurden The Frames erfolgreich, erhielten Platin für ihre Alben und spielten in Stadien. Dann lernte er die tschechische Pianistin Markéta Irglová kennen. Und dann produzierte Frames-Bassist John Carney, basierend auf Glen Hansards Lebensgeschichte sowie mit ihm und Markéta Irglová in den Hauptrollen, mit kleinem Budget den Film „Once“. Der wurde ein Erfolg, der Titelsong „Falling Slowly“ bekam einen Oscar, die auf dem Film basierende Broadway-Adaption „Once, The Musical“ gleich acht Tony Awards (der Theater-Oscar). Als Film, als Oscar-prämierter Song, als Musical – „Once“ hat sich verselbständigt. Und Glen Hansard sich ein musikalisches Leben neben diesem Erfolg aufgebaut. Eins, das näher an seiner Straßenmusik als an Hollywood und Stadion-Rock ist. So sind die beiden letzten Alben unter seinem Namen erschienen. Mit Liedern, die nachdenklich, gutmütig und oft ein bisschen pathetisch sind. Songs über die Welt, den Alltag, das Leben. Allgemeingültige Texte, die niemals zu eindeutig und gerade deshalb reizvoll sind. Zu hören zum Festivalabschluss am Sonntag im Heine-Park.

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