Light in Babylon

von Miriam Rossius

Keine babylonische Sprachverwirrung, sondern eine harmonische Sprachenvielfalt bringt dieses Ensemble mit nach Rudolstadt. Frontfrau Michal Elia Kamal singt auf Hebräisch, Türkisch und auch auf Farsi, obwohl sie nie im Iran war. Aber ein Teil ihrer jüdischen Familie stammt von dort. Sie selbst wurde in Israel geboren – wodurch ihr die Einreise in den Iran verwehrt ist. Dennoch spürt sie eine enge Verbundenheit zu dem Land, aber eben auch zu anderen Kulturen.


Seit zehn Jahren ist Istanbul für sie der Ort, an dem sie dies musikalisch am besten ausleben kann. Dort gründete sie 2010 mit dem Gitarristen Julien Demarque aus Frankreich und dem türkischen Santurspieler Metehan Çiftçi ein Trio, das zunächst  Coversongs spielte. Als die drei dann aber aus selbst komponiertem und traditionellem Material ihren eigenen Stil entwickelten, war klar: Hier passiert etwas Besonderes. Das Magazin Songlines schwärmt, diese Musik gehöre zu dem Besten, was derzeit aus der Region komme: „Laut und deutlich, durch Zeit und Raum, kein Fake-Orientalismus oder chillige Loungeklänge“.

Light in Babylon

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