Line up 2018: PUuluuP & Arsis

von Miriam Rossius

Passend zum Nationalfeiertag am 24. Februar, an dem Estland seine Unabhängigkeit feiert, können wir zwei weitere Bands von dort ankündigen: Puuluup und Arsis!

 

PUULUUP
Die Texte und Melodien dieses Duos sind eine verwegene Mischung: Estnischer Punk und Folk, satirische russische Volksdichtung, Surrealismus, Sahel Blues, polnische Fernsehserien und noch einiges mehr dienen Ramo Teder und Marko Veisson zur Inspiration. Dabei kommen Geschichten über Windräder heraus oder wie sie sagen „das unangenehme Gefühl, dass der Hund des Nachbarn dich beißen könnte, wenn du den Müll rausbringst.“
Als Instrument reicht ihnen die Talharpa, eine drei- oder viersaitige Leier, die allerdings ordentlich durch den Looper geschickt wird. Allerhand elektronische Effekte verfremden den Sound einerseits, unterstreichen aber auch den ursprünglichen Klang des mittelalterlichen Instruments. Schräg und charmant.
facebook.com/puuluup

 

ARSIS
Glocken und Zimbeln kennt die Musik schon seit tausenden von Jahren, das estnische ARSIS Ensemble wird gerade mal 25. Aber es beherrscht die Kunst des Handglockenspiels so gut, dass es als eines der besten Ensembles auf der ganzen Welt gilt. Die acht Musikerinnen und Musiker erschaffen mit dutzenden Glocken ein Klangerlebnis, das über sieben Oktaven reicht. Weil die Noten eines Stückes ganz anders auf die Musiker verteilt sind als gewöhnlich, ist präzises Timing noch wichtiger als sonst in einem Ensemble. Zum Repertoire von ARSIS gehören traditionelle und zeitgenössische estnische Musik, Kompositionen von Bach, Chopin, Tschaikowsky. Gesungen wird dabei auch und das nicht ganz zufällig. Denn das Oktett geht zurück auf den Arsis Chamber Choir. Sein Leiter, Alvar Mäe, hörte 1991 in den USA zum ersten Mal ein Handglockenkonzert. Diesen seltenen Klang wollte er unbedingt nach Estland bringen. Welch ein Glücksfall für die Musik.
http://www.arsis.ee/about-arsis/

Zurück