Line-up 2019 - Jazziges beim Schwerpunkt Iran

von Miriam Rossius

Kurdophone

Im Oktober 2017 gaben sie ihr Debütkonzert, das erste Album erschien im März diesen Jahres. Kurdophone sind eine noch recht junge Formation, und das macht sie umso spannender. Sie kommen aus dem Iran und Österreich und bringen alte kurdische Melodien und westliche Einflüsse selbstverständlich in Einklang. Auf traditionellen Instrumenten wie der Stachelgeige Kamantsche oder der Langhalslaute Tanbur feilt Kurdophone über Elemente aus Jazz, klassischer und zeitgenössischer Musik an einem eigenen Repertoire. Dies tun die zwei Künstlerinnen und drei Künstler so überzeugend, dass sich der österreichische Sender Ö1 schon kurz nach ihrem Start über die „neugierig pulsierende, in aller Widersprüchlichkeit unverblümt innige Botschaft“ dieser Musik freute.

Kurdophone

 

Roots Revival

Roots Revival ist eigentlich eine Kulturinitiative mit Sitz in Bukarest und Wien, die der Iraner Mehdi Aminian 2013 ins Leben rief. Seitdem führte er hier Künstler*innen aus mehr als 20 Ländern zusammen. Jenseits politischer Konflikte und Stereotype wuchs dabei auch die Freundschaft zwischen Mehdi Aminian und dem Syrer Mohamed Zatari. So tauften sie kurzerhand auch das Projekt Roots Revival, das sie in Rudolstadt mit einer französischen Musikerin und einem weiteren Iraner aufführen. Die Wurzeln liegen in syrischen, persischen und sufistischen Traditionen, mögen sich aber keiner genauen geografischen Zuordnung ergeben. Schon deshalb nicht, weil Mehdi Aminian und Mohamed Zatari ihre Arbeit als Ausdruck universeller Humanität verstehen. Sie reagieren damit auf den Bürgerkrieg in Syrien sowie Konflikte andernorts auf der Welt. Musikalisch, so schreiben sie, gehe es um eine Synergie zwischen verschiedenen Instrumenten wie Ney, Sitar, Oud, Kamantsche, Percussion, Gesang und Kontrabass.

Roots Revival

 

 

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