Orchesterprojekt 2019: Iranisch – westliche Harmonie

von Miriam Rossius

Wie klingt die Ewigkeit? Hamid Motebassem, einer der herausragenden iranischen Musiker, bringt seine Vision davon auf die Bühne – zusammen mit den Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt. Dabei treten zwei der bekanntesten Stimmen des Iran auf, auch das macht den Abend zu etwas Besonderem: Mahdieh Mohammadkhani und Vahid Taj, Sängerin und Sänger. So ein gemeinsames Konzert wäre in ihrer Heimat unmöglich.

 

Als Hamid Motebassem das Orchesterwerk „Pardis“ für persische und westliche Instrumente komponierte, galt er längst als ein Künstler, der die Tradition meisterlich in die Gegenwart holt und ihr schöpferische, unerwartete Impulse verleiht. Für seine Kreativität stehen mehr als 20 Alben, die er als Komponist, Tar- und Setar-Spieler und als Gründer des Dastan Ensembles eingespielt hat. Doch mit „Pardis“ ging er noch einmal ganz neue Wege, um die so komplexe persische Klassik mit westlicher Harmonik und Notation in Einklang zu bringen. 2012 wurde das Stück in London uraufgeführt. Nun lassen es ein extra dafür zusammengestelltes iranisches Ensemble und die Symphoniker um Dirigent Oliver Weder auf der Heidecksburg erklingen.

 

Die Geschichte einer unsterblichen Liebe erzählt das Hamid Motebassem Ensemble in einem anderen Konzert: „Tar-o-Pood“ verbindet den Zauber persischer Literatur und Musik. Es ist einem der großen Paare der Weltliteratur gewidmet, Chosrau und Schirin. Im 12. Jahrhundert schrieb der persische Dichter Nezami ein lyrisches Epos über die Liebenden, das viele andere Werke inspirierte. Hamid Motebassem hat das Epos vertont. Die Gesangspartien übernehmen auch bei diesem Konzert Mahdieh Mohammadkhani und Vahid Taj.

 

Infos zu

Hamid Motebassem

Mahdieh Mohammadkhani

Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt

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