Nr. 9: 2.-4. Juli 1999

Mit dem 99er Festival gingen wir back to the roots – wettermäßig, denn es war wieder fast so heiß wie zu Beginn der 90er Jahre. Was auch die Zuschauer in die Stadt trieb – für den Festivalsamstag alleine wurden über 13.000 Tageskarten verkauft.
 
Als ein Zurück zu den Anfängen könnte man auch das Aussetzen des Länderschwerpunkts bezeichnen: Das Festival war 1999 Bestandteil des Kulturprogramms der Kulturstadt Europas 1999, Weimar. Wir erlaubten uns mit dem Projekt „9 aus 2000“ einen Ausblick auf die gleich neun Kulturstädte Europas des folgenden Jahres: Avignon (FRA), Bergen (NOR), Bologna (ITA), Brüssel (BEL), Helsinki (FIN), Krakau (POL), Prag (CZE), Reykjavik (ISL) sowie Santiago de Compostela (ESP). Gastgeber, Dirigent, Arrangeur und Komponist von Zwischenmusiken war Christoph Theusner (Bayon) aus Weimar.
 
Magisches Instrument war die Mundharmonika, den Folkförderpreis gewann Robert Zollitsch vor dem Duo Naßler & Schneider und dem Blauen Einhorn. Die Gruppe Leyoad brachte uns die Musik der Sahrauis, lange bevor sich ihre Hauptsängerin Mariem Hassan als Solosängerin profilieren konnte, und Natalie MacMaster das wilde Gefiedel von Kandas Cape Breton, das Fairy Tale Trio begeisterte mit bulgarischem Ethno-Jazz und das koreanische Tanzensemble mit seinem fein schwebenden Programm Quest.
 
„Zwischen vergangenen Freitag und Sonntag liegen in Rudolstadt die schönsten Stunden der Welt.“
(Thoralf Lange,  Frankenpost)
 
„In jenem idyllischen Flecken Thüringen ist etwas gelungen, wovon andere nur träumen – die Mischung von Folk und Bevölkerung.“ (Hagen Kunze, Leipziger Volkszeitung; 6.7.1999)
 
„Kein Rockfestival kann die Klangvielfalt aufbieten, die das dreitägige Rudolstädter Folkfest garantiert.“ (Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine)
 
„Wie immer sich Folk- und Weltmusik aus theoretischer Sicht anhören mag – das Beste, was ihr hierzulande zustoßen kann, bleibt das Rudolstädter Festival.“ (Hendrik Lasch, Neues Deutschland)