Nr. 13: 4.-6. Juli 2003

„Irgendwann ist man es einfach leid. Zu erklären, dass der Name „Tanz&FolkFest“ 1991 in den hektischen Geburtswehen des ersten Festivals ganz schnell gefunden werden musste, dass man damit an die Tradition Rudolstädter Tanzfeste anknüpfen wollte, dass es ja auch inhaltlich nicht so falsch sei und das Festival keinesfalls so verschnarcht und volkstümelnd, wie manche denken. Es hat nichts geholfen, die Hürde war größer, als wir es uns je vorgestellt hatten. Jetzt also einfach TFF Rudolstadt.“ Hieß es im Programmheft 2003. Doch was als das Ende einer Debatte gedacht war, entpuppte sich als Anfang – viele wollten sich mit dem Kürzel nicht anfreunden. Was bedeutet, dass es heute drei Namen gibt, tff, Tanz&FolkFest und Tanzfest. Auch recht, solange man weiß, wovon man redet. Von „Rudolstadt“ nämlich.
 
Ansonsten konnten wir 2003 vermelden: Es war RUTH. Nach einer Übergangphase zwischen dem alten Folkförder- und dem neuen Weltmusikpreis wurde 2003 erstmals die RUTH (Name courtesy of Markus Brachtendorf/Lecker Sachen) verliehen. In vier Kategorien: Deutsche, Globale, Newcomer- und Ehren-RUTH. Länderschwerpunkt war Kanada (herausragend: Jorane und Kid Koala), magisches Instrument die Marimba, Tanz des Jahres Salsa und der Focus regional richtete sich auf Berlin.  
 
„An einem Wochenende, an dem die Stadt das Doppelte ihrer Einwohnerschaft zu Gast hat, gibt es weniger Fahrraddiebstähle, weniger Bierbüchsenmüll und weniger Schnapsleichen als sonst. Freundlichkeit, Freundlichkeit und nochmals Freundlichkeit heißt das unleninistische Motto.“ (Matthias Biskupek, Ossietzky)
 
„Rudolstadt ist mehr als ein deutsches Event, es ist ein mitteleuropäisches Muss.“ (Jiri Plocek, Tschechien)
 
„Bereits zum fünften Mal seit 1994 hatte ich mich auf den Weg nach Thüringen gemacht, um dabei zu sein, wenn sich Menschen aus aller Welt beim besten Musikfestival treffen, das unser Land zu bieten hat. Und ich sage es ganz frei heraus, es hat sich voll und ganz gelohnt.“ (Windrose)