Nr. 17: 6.-8. Juli 2007

So viele Künstler hatte noch nie ein Länderschwerpunkt vorzuweisen: Sage und schreibe 15 (!) Namen standen auf der Liste der USA, von Country und Folk bis Singer/Songwriter und Jazz und experimentellen Musikformen. Aus der Not machten wir dabei eine Tugend: Weil Laurie Anderson  nur am Sonntag nach Rudolstadt kommen konnte, gab es erstmals ein Abschlusskonzert nach dem Abschlusskonzert – am Sonntag um 22 h auf der Heidecksburg. Der eigentliche finale Rückblick auf dem Markt wurde entsprechend gekürzt>; die Konzerte am Sonntagnachmittag entsprechend neu strukturiert, so dass dem Publikum ein attraktives Angebot gemacht wurde zu bleiben. Und – es blieb: Knackevoll war es auf dem Markt, als Laurie Anderson ihr Homeland-Programm begann.
 
Das magische Instrument hatte diesmal Tasten, zwischen Hammond-Orgel und Akkordeon, derweil man sich für den Tanz des Jahres anstellen musste: die Polonaise, Paartanz und Aufzug in einem.

Gravierende Änderungen gab es hingegen bei der RUTH: Friedlich getrennt haben sich die Wege der Auslober MDR Figaro und TFF.Rudolstadt mit PROFOLK. Parallel zu dieser Entwicklung entstand auf Bundesebene ein neuer, zweijährlich ausgetragener Wettbewerb, der sich an Weltmusiker in den Regionen wendet und der pyramidal aufgebaut ist: Creole. Um Irritationen zu vermeiden, verzichtete die RUTH auf ihren Newcomer-Preis, vergab statt dessen zwei Ehren-RUTHs – je einem für das musikalische und das nicht-musikalische Lebenswerk. Die Preisträger 2007 waren Achim Reichel, Etta Scollo, Charlie Mariano sowie Mike Kamp.
 
Zu den Konzerthighlights gehörte die beeindruckende Hommage an den Sufi-Mystiker Rumi, die Auftritte von Rainald Grebe, den Strottern und Moderna Tradição.
 
„Unter tschechischen Musikern ist Rudolstadt eine Legende.“ (Petr Dorůžka, Journalist aus Prag)
 
„Dadurch, dass Ihr hier zusammen gekommen seid, hat die Welt in den letzten drei Tagen mehr Hoffnung erhalten!“ (Benjamim Taubkin, Moderna Tradição)