Nr. 18: 4.-6. Juli 2008

Das muss man auch erstmal bringen: Pünktlich zu Beginn des Sonderkonzerts am Donnerstag fing es an zu regnen, zehn Minuten nach dem Ende hörte es wieder auf. Salsa in the rain. Lustig fanden’s weder Musiker noch Publikum, beide versuchten aber tapfer, das Beste aus der Situation zu machen.

Was aber erst an den drei folgenden tagen gelang: Da schien überwiegend die Sonne. Länderschwerpunkt Israel. Die Musiker waren freudig überrascht, sich ohne besondere Sicherheitsmaßnahmen bewegen zu können – ein Normalfall, der ihnen oft verwehrt bleibt. Doch nicht nur das: „Ich bin ganz begeistert vom Publikum hier in Rudolstadt. So professionell und konzentriert. Ich hoffe, Ihr wisst es zu schätzen.“, bilanzierte Dubi Lenz, Journalist aus Tel-Aviv, nach dem Ende des Festivals.
 
Tanz des Jahres war Rock’n’Roll, Angela Merkel schrieb das Grußwort (ohne irgendwelche inhaltlichen oder finanziellen Folgen), mit einem Blick nach Sachsen wurde der Focus regional wiederbelebt, Bobo, Sarband, Embryo und Christoph Borkowsky ‚Akbar’ erhielten die RUTHs, Strom & Wasser brachten den Mitschnitt ihres Konzerts auf CD heraus, undbeim ABschlkusskonzert auf der Burg (mit der Fanfare Ciocarlia und ihrem Projekt Gypsy Queens & Kings) platzte die Heidecksburg aus allen Nähten. Das Magie-Projekt galt der Rahmentrommel, und erstmals spielte das Thüringer Symphonieorchester Saalfeld-Rudolstadt bei einem TFF auf. Und das gleich in einem Konzert mit der aus Israel stammenden palästinensischen Sängerin Amal Murkus, eine für alle Beteiligten nicht gerade einfache Konstellation. Die aber wunderbar funktionierte und dem Orchester seither einen festen Platz im TFF-Programm sichert.
 
„Rudolstadt, ich komme wieder, und mögen die Wege auch noch so weit sein.“ (Günther aus Trier im Internet-Forum)
 
„So wird in Rudolstadt Weltmusik gemacht. Die deutsche Seele darf weit ihre Flügel ausbreiten und sich global ausschwingen.“ (Eckhard Fuhr, welt online)