Nr. 19: 3.-5. Juli 2009

Das Festival 2009 war das Jahr 1 nach Bombi – nach zehn Jahren als spiritus rector des Kinderfestes hatte Bombastico die Karawanserai Heinepark verlassen und war weitergezogen. Neues Spiel, neues personal, neues Glück: Jens Daniel suchte mit bewährten und frischen Kräften nach einem neuen Gesicht für das Fest, und wenn auch nicht alles rund lief, so war doch zu erkennen, dass beim Kinderfest kein kreativer oder qualitativer Einbruch befürchtet werden musste.
 
Den vielleicht schönsten Beitrag zum Länderschwerpunkt Russland sahen die Zuschauer am Freitag- und Samstagabend auf dem Markt, als das Figurentheater Mr Pejo’s Wandering Dolls das Publikum schier verzauberte. Schiller war ein Festival-Thema, Rudolstadt wirbt schließlich mit dem Slogan „Schillers heimliche Geliebte“ und der Dichter wäre in diesem Jahr 250 geworden. Der Focus regional wurde mit der 2009er Ausgabe zu Baden-Württemberg endgültig beerdigt; erstmals hingegen fand das Magie-Konzert (zur Kurzhalslaute) seine Wiederverwertung als Teil des jährlichen TFF-CD/DVD-Pakets, das jeweils Anfang Dezember erscheint. Ebenfalls auf CD erhältlich: das Konzert von Deitsch im Landestheater (HeiDeck HD20093).

Die RUTHs gingen an Hans Söllner, Aly Keita, Brave Old World sowie Günter Gretz. Tanzschwerpunkt waren Männer- und Werbetänze, zu denen auch solche gehörten, bei denen es eher um das Entfalten von Kraft und Geschicklichkeit geht. Zu den Konzerthighlights zählten Magnifico, Habanot Nechama, LaBrassBanda oder Valravn – und Musiker aus Korea, die Einblicke in die sehr fremde, oft auch strenge, aber immer faszinierende Klangwelt der Halbinsel gaben.
 
„Dem Weltbürger Goethe hätte es bestimmt gefallen!“ (Festivalbesucherin)
 
„Allen Ungläubigen kann ich nur immer wieder entgegnen, dass auch drei Tage völlig ohne Metal trotzdem verdammt rocken können…!“ (Metal District)