Nr. 20: 2.- 4. Juli 2010

Jubiläumszeit, Symposiumszeit. Das zweitägige Symposium zum 20. Tanzfest neuer Zeitrechnung stand unter dem Titel Eine Welt für Musik. Zweiter Geburtstagsgruß: Nach 1994 hielt der Zug mit dem EBU Contemporary Folk Music Festival erneut am Saaleknie. Mit 25 Teilnehmern blieben wir nur knapp unter dem Rekordergebnis von vor 16 Jahren.
 
Im Gegensatz zu damals leisteten wir uns dennoch einen Länderschwerpunkt. Äthiopien war klein, aber fein, fünf Künstler, die für hoch gelobte Konzerte sorgten. Und eine kleine Reminiszenz an 1991 durfte auch sein, mit Jablkoň, Elena Ledda und den Wellküren.
 
Etwas umfangreicher als sonst fiel das Magie-Projekt aus: Vier Trompeten, zwei Posaunen, je eine Tuba und ein Flügelhorn, dazu Schlagzeug/Perkussion doppelt besetzt – die Zusammensetzung verspracht zwei spannende Konzerte. Und die hielten den Erwartungen stand.
 
Stepptanz war der Tanz des Jahres, Burns’/Freiligrath Trotz alledem war ein Special gewidmet, die RUTHs gingen an Kwart, Rotfront, Bayon und das Malzhaus. Bei Mike Kamps Musikergesprächen (Ungeschminkt) kamp-ierten die Besucher vor den geöffneten Fenstern, weil drin kein Platz mehr war, und beim Abschlusskonzert der Leningrad Cowboys auf der Burg sackte der Hügel durch das Gewicht der Zuschauer um mehrere Zentimeter ab. Große Konzerte gab es auch: Kala Ramnath und Hannes Löschels Stadtkapelle im Landestheater, Sophie Hunger auf der Burg, Dreigesang und Benedicte Maurseth in der Stadtkirche, Blue King Brown und das Afro Celt Sound System im Heinepark.
 
Übrigens wurde nicht nur das TFF 20 – auch das Thüringer Folkloretanzensemble Rudolstadt e.V., das traditionell das TFF eröffnet, hatte Grund zu feiern, und zwar einen Doppelgeburtstag 20/50 – vor 50 Jahren wurde das Vorläuferensemble in Gera gegründet, vor 20 das in Rudolstadt.
 
Und es hieß Abschied nehmen: Ein Team-Mitglied der ersten Stunde, Büroleiter Peter Uhlmann, ging in den Vorruhestand. Für die Straßenmusik bleibt er uns allerdings weiter locker verbunden.