Mashrou' Leila LEB

Mashrou' Leila LEB

Mashrou' Leila LEB„Mashrou’Leila: arabisch, politisch und irre erfolgreich“. So beschrieb Tagespiegel-Autor Bodo Straub die libanesische Band kurz und treffend. Mutig ließe sich noch ergänzen - und sympathisch, weil die fünf Musiker aus Beirut trotz riesiger Fangemeinde weltweit immer noch down-to-earth sind. Sie schreiben Songs über korrupte Politiker, religiösen Terror, Gewalt gegen Frauen, Schwulenpartys, den Tod des eigenen Vaters. Mal subtil und poetisch umhüllt, dann wieder unverblümt kritisch; von seelenvoller Ballade bis Stadionrock, zwischen Pop, Indie, arabischer Tradition und Klassik. Sänger Hamed Sinno lebt offen schwul, ein riskanter Tabubruch. Die Musiker setzen aber nicht auf die kalkulierte Provokation, sondern folgen einfach ihrem Bedürfnis zu teilen, was sie bewegt. Damit sind sie in der arabischen Region Kult bei ihren Fans und ein Schrecken für die Sittenwächter, muslimische wie christliche. In Jordanien gab es ein Auftrittsverbot, in Ägypten wurden Konzertbesucher verhaftet. Doch Musik und Message von Mashrou’Leila fanden danach umso stärkeren Widerhall. Welcome to Rudolstadt!