Weltoffen und heimatbesoffen - Die RUTH 2020 geht an den Karnevals- und Musikverein Humba e.V. aus Köln

Vor 25 Jahren machte sich der Grafiker und DJ Jan Krauthäuser auf die Suche nach dem alternativen, nicht zuletzt multikulturellen Karneval. Er ahnte nicht, dass daraus eines der spannendsten Weltmusikprojekte Deutschlands werden würde.

 

Es begann mit der Humba Party, einem besonderen Fest mit Kölschen Roots und Sounds aus aller Welt. Auch heute bilden Karneval und Party noch ein stand- und gleichzeitig tanzhaftes Bein des Vereins, aber mittlerweile hat er zahlreiche Projekte angestoßen, die weit über Köln hinaus strahlen. Darunter das Edelweißpiratenfestival zu Ehren der unangepassten Jugend während der NS-Diktatur, das Rheinische Zigeunerfestival um den Musiker Markus Reinhardt oder die Mitmachkonzerte „Singender Holunder“.

 

Nach dem Motto „weltoffen und heimatbesoffen“ bringt Humba durch seine Arbeit ahle Kölsche und immis zusammen, regionale Bands und zugewanderte Musiker*innen, vereint Lokalkolorit und globale Kunst, ernsthafte Information und Geschichtsbewusstsein mit aktuellem politischem Engagement und ungebremster Lebensfreude. Dafür erhalten Jan Krauthäuser und der Humba e.V. die RUTH 2020.

 

Zur RUTH-Verleihung tritt das Markus Reinhardt Ensemble mit Gästen auf. Neben seinem Repertoire aus Sinti Swing, osteuropäischer Musik und modernem Crossover wird das Ensemble auch Kölsches und Internationales aus dem Humba-Klüngel spielen.

 

Während der vier Festivaltage bereichert der Humba e.V. das Programm mit weiteren Facetten seiner Arbeit, die in Konzerte, Workshops und Vorträge einfließen.